News

LESUNG!

MARLENI
Preußische Diven blond wie Stahl
Eine szenische Lesung mit Kaja Klemt und Lydia Wilke

Die beiden Schauspielerinnen Katja Klemt und Lydia Wilke lesen, und spielen das Theaterstück Marleni von Thea Dorn.
Marlene Dietrich und Leni Riefenstahl, zwei Jahrhundertfrauen, treffen als Greisinnen in Marlenes Todesnacht aufeinander. Leni hat mit Marlene Großes vor. Sie will mit ihr den Film drehen, den die Welt noch nicht gesehen hat. Doch die Vergangenheit lässt sich nicht verdrängen und holt beide immer wieder ein. Sie rechnen mit sich und ihrer Zeit ab. Wer hat sich schuldig gemacht, wer nicht?
Ein unterhaltsamer und spannender Abend, der immer wieder die Frage nach der persönlichen Verantwortung stellt. Grotesk, bitter und sehr amüsant wird ein etwas anderer Einblick in das Leben, das Schaffen und in die Wirkungszeit dieser beiden Frauen gegeben.

am 18.10.18 um 19.30 Uhr im Peter Weiß Haus
Doberaner Straße 21, 18057 Rostock
Der Einlass beginnt um 19 Uhr

 

NUR KINDER; KÜCHE; KIRCHE von Franca Rame und Dario Fo

Die Schauspielerin Lydia Wilke zeigt das Solostück Nur Kinder, Küche, Kirche, das aus sechs Frauenmonologen besteht. Jede der Figuren gibt Einblick in ihr Leben, das jeweils von einer anderen Form von Gewalt bestimmt ist – und von ihren Versuchen, sich davon zu befreien. Das Stück ist in den 1980er Jahren erschienen und hat bis heute seine Aktualität nicht verloren.

Der Regisseur Alberto Fortuzzi war Schüler bei Dario Fo und ist selbst ein Meister der Commedia dell`arte, einer Theaterrichtung, die Dario Fo persönlich zu neuem Leben erweckte.

Ein unterhaltsamer Abend, bei dem die Tragik dicht neben der Unterhaltung steht. Ein Zuschauer beschrieb seine Eindrücke folgendermaßen: „Jede Figur, also jeder Monolog, ist wie eine neue Praline. Man weiß nicht welcher Geschmack einen erwartet, aber es ist jedes Mal eine Überraschung und Geschmacksexplosion.“

am 20.11.2018 um 10 Uhr im Kulturhaus Aue

 

MIA

lydiawilke-mia-1Nach einer intensiven Probenzeit hatte ich am 29.8.2016 mit dem Solostück “Mia” von Nick Wood in der Regie von Fabian Ranglack Premiere. Eine Klassenzimmerproduktion die ab sofort über die Bühne 602 buchbar ist.
Seit der Premiere spiele ich das Stück regelmäßig für Schüler. Entweder als Gastspiel an den Schulen, oder die Schulklassen kommen zu einer Vorstellung in die Bühne 602.

Eine junge Frau platzt ins Klassenzimmer. Eine irritierende Person. Mit einer Mischung aus Unsicherheit und Bestimmtheit beginnt sie, Geschichten zu erzählen.
Ihre Tasche ist voller Krimskrams und zu jedem Gegenstand scheint Mia eine passende Geschichte spinnen zu können.

lydiawilke-mia-2
Jede anständige Geschichte hat sich dabei gefälligst nach der Erzählerin zu richten, damit ein Happy End immer möglich wird. Schwieriger ist es für Mia, ihre eigene Geschichte zu erzählen.
Sie ist eine Roma, eine Zigeunerin, die vor einigen Jahren mit ihrer Familie vor dem Terror auf dem Balkan nach Deutschland geflohen ist. Kaum schien die Familie in dem neuen Land Fuß zu fassen, da verschwindet Mias dreizehnjährige Schwester spurlos. Seit zwei Jahren sind gelegentliche Postkarten die einzigen Lebenszeichen. “Hört auf, nach mir zu suchen” – keine Unterschrift. Mia kann die Schwester nicht verloren geben. Irgendjemand muss sie gesehen haben und wird sich an sie erinnern.
Ihr aufwühlender Monolog ist ein einzigartiges Plädoyer für Menschlichkeit und Toleranz, eine aufrüttelnde Klage gegen jede Fremdenfeindlichkeit.